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Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft
hat sich
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee heute in Hamburg auf einer
Fachkonferenz mit Experten aus Politik und Architektur zum Thema
"Baukultur für eine nachhaltige Stadtentwicklung" ausgetauscht. Mehr
als 200 Teilnehmer kamen zum Europäischen Forum für
Architekturpolitik
(EFAP) nach Hamburg. Das Europäische Forum für Architekturpolitik
ist
ein 1999 gegründetes Netzwerk, dem alle Länder der EU und alle
Beitrittsländer angehören. Die Veranstaltung fand zum ersten Mal in
Deutschland statt. Eine integrierte Stadtentwicklung gehört zu den
Schwerpunktthemen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.
"Baukultur ist ein ganz wesentlicher Aspekt einer Stadtentwicklung
der
Zukunft. In Europa sind Städte die Motoren gesellschaftlicher und
wirtschaftlicher Entwicklung. Deswegen muss die Stadtentwicklung in
der europäischen Politik künftig eine wichtigere Rolle spielen. Hier
entscheidet sich nicht nur, ob die Menschen in einem guten sozialen
Umfeld leben, hier wird europäische Integration für die Menschen
erlebbar", sagte Tiefensee.
Tiefensee stellte in Hamburg die Studie "Baukultur als
Wachstumsimpuls
- gute Beispiele für Europa" vor. Die Studie dokumentiert zum ersten
Mal an elf ausgewählten Städten, darunter Glasgow, Bordeaux, Bilbao,
Dublin und Berlin, Beiträge für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Ergebnis: Wenn die Städte im 21. Jahrhundert überleben und im
Wettbewerb bestehen sollen, so müssen sie baukulturelle und
städtebauliche Konzepte entwickeln, die gut miteinander harmonieren.
Wenn diese Konzepte durch einen integrierten Entscheidungsprozess
gefunden werden, auf dem lokalen Charakter beruhen und eine große
Qualität haben, dann profitieren davon Gesellschaft und Wirtschaft.
"Die Studie zeigt, dass sich Investitionen in Baukultur und
Stadtentwicklung lohnen. Sie strahlen aus auf viele Themen, die für
die Zukunft Europas von großer Bedeutung sind. Zum Beispiel in den
Bereichen Verkehr, Wirtschaft, Soziales und Umwelt. Baukultur und
Stadtentwicklung gehören auf die Bühne europäischer Politik. Dafür
will ich bei meinen Ministerkollegen aus den EU-Mitgliedsstaaten
beim
informellen Ministertreffen in Leipzig am 24. und 25. Mai werben. In
Leipzig wollen wir eine Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt
verabschieden", so Tiefensee.
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